Das 53. mal in der Geschichte von Panem werden die grausamen Hungerspiele ausgetragen. Am Ende überlebt nur einer. Möge das Glück stets mit euch sein!
 
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 Haus von Jocelyn Ebercombie- weiblicher Tribut

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Erin Hunter

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BeitragThema: Haus von Jocelyn Ebercombie- weiblicher Tribut   So Jul 13, 2014 9:23 pm

Hier lebt Jocelyn Ebercombie der weibliche Tribut des siebten Distrikts.
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Hier dürfen nur Familie und Freunde von Jocelyn posten.
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Jocelyn Ebercombie
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BeitragThema: Re: Haus von Jocelyn Ebercombie- weiblicher Tribut   Do Jul 24, 2014 8:09 pm

Erster Post-Vor der Ernte:

Heute Morgen war ich bereits früh aufgestanden, obwohl ganz Panem heute frei hatte. Doch ich konnte nicht mehr weiter schlafen. Ich hatte die ganze Nacht lang Alpträume gehabt und um halb fünf war ich schreiend aufgewacht. Meine kleine und meine große Schwester, die im gleichen Raum schliefen, waren dadurch zum Glück nicht aufgewacht. Sie hatten nur gezuckt, sich umgedreht und weiter geschlafen. Meine kleine Schwester war elf Jahre alt, sie war von diesem Schrecken noch nicht betroffen und meine ältere Schwester war nicht der Typ dafür, sich wegen irgendetwas zu große Sorgen zu machen. Ich bewunderte ihren Mut und wünschte, ich wäre genauso wie sie. Ihrem Mut verdankte ich mein Leben. Ohne sie wäre ich in diesen schrecklichen Flammen umgekommen, doch sie hatte mich gerettet. Ich selbst war ein Feigling. Ich träumte schon seit drei Wochen schlecht, obwohl es jedes Jahr dasselbe war. Bis jetzt hatte ich es geschafft nicht gezogen zu werden, doch mein Zettel befand sich mittlerweile sechs Mal darin. Ich hatte eigentlich ein großes Glück, denn im Gegensatz zu einigen Kindern konnte ich es mir leisten keine dieser Tesserasteine zu beantragen, die veranlassen würden, dass jedes Jahr doppelt so viele Zettel in die Urne fallen würden. Doch meiner Meinung nach gab es nur eine Wahrscheinlichkeit: Man wurde gezogen, oder man wurde nicht gezogen, 50%. So wie es das Schicksal wollte. Auch ein erst zwölfjähriges Kind konnte gezogen werden, obwohl es erst einen Zettel in der Urne hatte.
Meist handelten meine Träume davon, wie ich in der Arena umkam, oft durch den Einfluss von Feuer, oder aber auch von Schlangen. Der Tod durch eine Schlangengrube war ein sehr beliebter Traum.
Ich ging zu meiner kleinen Schwester und deckte sie zu. All meine Geschwister hatten dunkel braunes, fast schwarzes Haar und sie waren sehr groß und kräftig, da wir immer in der Tischlerei und im Wald aushelfen mussten, was uns wiederum einen Vorteil bei den Hungerspielen verschaffte, doch meist gewannen nur diejenigen, die darauf trainiert wurden. Ich hasste die Karrieros. Jedes Jahr waren sie aufgeblasene Idioten, die meist nur dank ihres Leichtsinns ums Leben kamen.
Es war zwar Sommer, doch sobald die Sonne unterging, konnte es ganz schön kalt werden. Aus diesem Grund ging ich zu meinem Kaste und kramte mir Anziehsachen und einen Pullover hervor. Angezogen verließ ich das still das Zimmer und bemerkte, dass auch sonst keiner wach war. Versucht leise huschte ich die alte, knarrende Treppe hinab. Kurz hielt ich inne. Eine Stufe knarrte so laut, dass es durch das ganze Haus hallte und ich befürchtete jemanden aufgeweckt zu haben. Ich lebte mit acht anderen Personen in einem alten Blockhaus mitten im Wald. Es war schon seit Generationen im Besitz der Ebercombies. Es war zwar sehr groß, doch trotzdem musste ich das Zimmer mit meinen Schwestern teilen und auch meine Brüder hatte zusammen ein Zimmer am Dachboden, denn meine Großeltern lebten ebenfalls hier. Da das Haus so alt war, mussten oft Restaurationen vorgenommen werden und es zog durch die Fenster. Im Winter hatte ich oft zwei Pullover an und war in eine dicke Decke eingewickelt, doch es half trotzdem nichts. Der Wind pfiff oft richtig durch das Haus, doch neue Fenster waren zu teuer. Den Rahmen konnten wir zwar selbst herstellen, doch wir konnten kein Glas auftreiben, das wir uns leisten könnten.
Ich verließ das Haus und ging um die Ecke zur Tischlerei, die einem großen Schuppen ähnelte. Sofort hörte ich ein aufgeregtes Bellen, das von einer schwarzen, vierbeinigen Gestalt stammte, die vor einer kleinen Hütte stand und wild mit dem Schwanz wedelte.
,,Pscht Puma.‘‘ zischte ich. ,,Du weckst noch das ganze Haus.‘‘ Ich ging schnellen Schrittes auf ihn zu und kraulte meinen großen Hund hinter den Ohren, während er mir die Arme abschleckt. Ich befreite ihn von der Leine. Puma drehte den Kopf zur Seite und sah mich mit seinen großen, braunen Hundeaugen an. Ich wusste schon was er wollte und griff in meine rechte Hosentasche, worin sich ein Papier befand. Ich wickelte den selbstgebackenen Hundekeks auf und verlangte von Puma, dass er mir seine Pfote gab, was er sofort tat. Ich gab ihm den Keks und verschwand kurz in der Tischlerei. Dort befand sich ein Kasten, wo sich unsere Werkzeuge, wie Axt und Messer befanden. Doch ich suchte etwas ganz anderes. Meinen Bogen und Köcher. Ich nahm den schön geschnitzten Bogen von der Halterung und hängte mir den Köcher um. Ich hatte den Bogen selbst angefertigt, als mir mein Vater zeigte, wie es ging. Meine ersten Versuche waren eine Katastrophe, doch ich hatte genug Holz, um mehrere Versuche zu starten und mit der Zeit perfektionierte ich mein Können. Leider war es verboten, eine Waffe dieser Art zu besitzen und könnte sogar mit dem Tod bestraft werden. Wir wohnten aber in einem Wald und dort wimmelte es nur so von gefährlichen Tieren, weshalb man nicht gefahrlos dort leben konnte. Ohne Bogen würde ich mich nie trauen, in den Wald zu laufen, auch wenn ich Puma hatte.
Das schwarze Riesentier wartete bereits brav vor der Tür und hielt mit mir Schritt, als ich los lief. Jeden Tag lief ich zweimal durch den Wald. Ich brauchte das. Es war wie eine Sucht. Wenn es einmal nicht möglich war, mich auszupowern, war ich den ganzen Tag lang ungemütlich und kaum auszuhalten. Das ich dann wie ein Kind quängelte kam nicht selten vor, obwohl ich bereits 16 Jahre alt war. Ich hatte so ein befreiendes Gefühl, sobald der Wind durch mein Haar wehte und ich den Geruch des Waldes in meiner Nase aufnahm. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen. Die Sonne begann bereits aufzugehen und strahlte durch die Blätter des Waldes, was Lichtstrahlen entstehen ließ. Der Wind wirbelte Blätter auf und ich konnte von weitem ein Rascheln hören. Womöglich ein Reh, doch auch wilde Hunde verirrten sich oft hierher. Ich befürchtete oft, dass meinem Hund etwas geschehen könnte, auch wenn es eher möglich war, dass ich angefallen wurde, denn Puma wusste sich zu wehren. Es war noch etwas feucht im Wald. Bald aber würde es unerträglich warm werden, auch wenn man im Wald etwas geschützter war. Ich kannte jeden Baum hier auswendig, auch welche Art es war. Nie könnte ich mich hier verirren. Gejagt hatte ich noch nie. Nur ein einziges Mal musste ich einen Wolf erlegen, weil er mir sonst an den Kragen gegangen wäre. Danach war ich so fertig gewesen, dass ich um den Wolf geweint hatte und ein Grab mit Blumen für ihn angefertigt hatte. Das war vor drei Jahren gewesen. Ich brachte es nicht leicht über das Herz, ein Lebewesen umzubringen. Wir wurden vom Kapitol dazu gezwungen die Hungerspiele anzusehen. Jedes Jahr im Sommer. Es war schrecklich, wie sich diese Menschen in meinem Alter verstümmelten. Zu welcher Grausamkeit man zustande war, sobald man in diese Aren gesteckt wurde. Ich selbst würde nicht davor zurück schrecken, wenn mein Leben auf dem Spiel stand. Die Arena würde mich vollkommen verändern. Wenn ich auch nur den Hauch einer Chance hätte und überleben würde, dann würde ich mich wahrscheinlich selbst nicht wieder erkennen. Ich konnte nicht verstehen, wie es für Distrikt 1, 2 und 4 eine Ehre sein konnte, diese Spiele zu gewinnen. Dafür musste man töten. Man wurde zum schlechten Menschen, wenn man dort landete. Denn so verlangte es das Kapitol. Zur Belustigung der Allgemeinheit. Ich fand es krank, wie sie sich am Leid der Tribute ergötzten, nur um unterhalten zu werden. Ich verabscheute die Leute aus dem Kapitol, obwohl ich es viel schlimmer haben könnte. Aber oft hatten auch wir nur eine Suppe am Tag und diese Kapitols Einwohner lebten im Überfluss. Ärmere Distrikte wie 11 und 12 hatten nichts.
Ich hatte schon eine sehr weite Strecke zurück gelegt. Von weitem konnte ich bereits den hohen Zaun sehen, der unseren Distrikt abgrenzte. Doch er war beschädigt, ein riesiges Loch klaffte darin, wodurch wilde Tiere Zutritt fanden, obwohl nach wie vor Strom durchfloss, denn trotz Loch leitete er noch wunderbar. Ich würde mich nie trauen, meinen Distrikt zu verlassen. Jeden Tag lief ich diesen Zaun entlang und hatte es noch nie gewagt, durch dieses Loch zu steigen. Ich war viel zu ängstlich dafür, denn ich war mir sicher, dass dort viel gefährlichere Wesen existierten.
Ich gelangte an die Stelle des Waldes, die ich am liebsten mochte. Ein Baum war umgefallen und bot eine perfekte Sitzgelegenheit und durch die Bäume schien ein Lichtstrahl genau auf diesen Ort. Ich hatte mir selbst einen Pfeilparcour erschaffen. Ich traf mein Ziel bereits aus 1000m Entfernung, worauf ich sehr stolz war. Nicht einmal meine große Schwester war so gut. Ich schoss prinzipiell besser als sie, denn ihr Lieblingswerkzeug war die Axt. Sie war stärker als ich, auch wenn ich von mir nicht gerade behaupten konnte, dass ich schwach war. Ganz im Gegenteil. Jedoch lag mir das Pfeil- und Bogenschießen viel besser. Auch mit Messern hatte ich geübt und wurde mit den Jahren ebenfalls sehr gut. Das war alles eher ein Hobby für mich, als sonst etwas. Genau wie das Laufen, entspannte mich das. Ich hatte meinen Hund darauf trainiert, dass er mir meine verschossenen Pfeile zurück brachte, wenn das selten, aber doch vorkam. Es gefiel mir einfach, hier alleine mit meinem Hund, im Wald zu sein. Ich genoss die Ruhe. Mit neun Leuten in einem Haus, konnte es sehr anstrengend werden und hier schaltete man einfach ab. Ich hoffte, dass meine Familie nie so weit in den Wald kommen würde, denn nur meine große Schwester wusste von diesem Parcour. Wenn Friedenswächter dahinter kommen würden, dann hätte ich große Probleme, wenn ich nicht sogar ermordet werden würde, da ich womöglich versuchen könnte, einen Aufstand anzuzetteln. Deshalb durfte ich auch auf keinen Fall einen Bogen verkaufen. Doch die Friedenswächter gingen nicht so tief in den Wald.
Ich nahm einen Pfeil, mit eine messerscharfen Spitze, aus dem Köcher und spannte die Sehne des Bogens. Den linken Fuß gab ich einen halben Schritt nach vorne und ich stellte mich schief hin. Ich schloss mein linkes Auge und visierte ein 100m entferntes Ziel an. Ich atmete tief aus und konzentrierte mich. Genau in die Mitte der Scheibe wollte ich treffen. Meine Hand ließ den Pfeil los und er schoss weg. Ich sah ihm nach und schon steckte er dort, wo ich ihn genau haben wollte. Nur würde mir das kaum bei den Hungerspielen weiter helfen. Es gab nur sehr selten Pfeil und Bogen und wenn doch, dann würde ich nie zu ihm gelangen. Die Karriere Tribute wären die Ersten, die dazu kommen würden. Ich war mir sicher, dass ich nicht einmal die Schlacht am Füllhorn überleben würde. Jedes Jahr wurden wir dazu gezwungen, dabei zuzusehen, wie die Tribute aus Distrikt 7 und aus den anderen, sich abschlachten. Jedes Jahr aufs Neue, befürchtete ich die Nächste zu sein. Meine große Schwester Charlotte war bereits 18 und es wäre ihre letzte Ernte. Ich hoffte so für sie, dass sie nicht gezogen wurde. Meine großen Brüder hatten das hinter sich. Meine kleine Schwester Sara und ich würden dann nur noch die letzten, potentiellen Tribute sein. Ich war wirklich froh, dass Sara noch ein Jahr hatte und wünschte, irgendwer würde die Barbarei endlich abschaffen, doch Präsident Snow würde das niemals veranlassen. Ich hasste diesen Mann schon richtig, obwohl ich ihn noch nie getroffen hatte. Wenn ich ihn im Fernsehen sah, bekam ich automatisch Gänsehaut und ein kalter Schauer fuhr durch meinen Körper.
Ich schoss noch ein paar Pfeile ab, bevor ich pfiff und Puma sofort auf mich zugerannt kam. Wir liefen los. Bald würden auch die Anderen wach sein, weshalb ich mich extra beeilen musste. Meine Mutter mochte es überhaupt nicht, wenn ich durch den Wald irrte, doch sie wusste genau, dass sie nichts dagegen unternehmen konnte und dass ich vorsichtig genug war.
Ich lief den Zaun entlang und die letzten paar Meter, bevor ich bei unserem Haus ankam, sprintete ich. Als ich ankam, war ich kaum aus dem Atem, was mich schon richtig freute und schon war die Ernte nach hinten gerückt und bedrückte mich nicht mehr so sehr, wie heut Morgen. Ich konnte aus dem Haus lärm hören, was hieß, dass alle bereits wach waren. Ich verstaute nur noch schnell meine Pfeile und meinen Bogen und ließ Puma bei seiner Hütte, denn er durfte nicht mit ins Haus. Ich war die Einzige, die diesen Hund streicheln durfte. Puma ließ keinen anderen an sich heran, denn er war schließlich dafür zuständig, das Haus und das Grundstück zu bewachen. Puma war bereits elf Jahre alt und so war ich mit ihm aufgewachsen. Ich gab ihm noch einen Kuss auf die Stirn und verschwand ins Haus, nicht ohne über das ganze Gesicht abgeschleckt zu werden.
Kaum schlug die Tür hinter mir zu, kam meine Mutter angerannt. Sie trug eine viereckige Brille auf ihrer Nase und hatte ein braunes Jerseykleid an. Ihr Haar war bereits von grauen Strähnen durchzogen, was sie etwas streng wirken ließ.
,,Da bist du ja endlich. Alle sind bereits fertig, nur du nicht.‘‘ meinte sie und schob mich zur Stiege. ,,Beeil dich, wir müssen bald los. Du siehst ja furchtbar aus. Vor so einer großen Veranstaltung solltest du nicht in den Wald gehen. Wie oft soll ich dir das noch sagen.‘‘
Ich ging die Treppen hoch und drehte mich noch einmal um.
,,Vor der Ernte könnte es zum letzten Mal sein, dass ich diesen Wald sehe. Wer weiß…‘‘
,,Sei still und mach dich fertig. So etwas will ich nicht hören!‘‘ unterbrach sie mich abrupt und ging Kopf schüttelnd in die Küche. Ich sah ihr an, dass sie sich gewaltige Sorgen machte. Sie hatte zwar fünf Kinder, doch als Mutter sorgte man sich um jedes Einzelne und doch konnten sie nichts gegen das Kapitol tun. Ich war mir nicht sicher, ob ich selbst einmal Kinder haben wollte. Eigentlich eher nicht, denn es wäre eher fahrlässig. Jedes Jahr musste man befürchten, den größten Verlust zu ertragen. Es wäre fairer, wenn wenigstens auch die Kinder vom Kapitol mitmachen müssten, doch die durften gemütlich daheim sitzen und diesem Abschlachten zusehen. Ich hasste jeden Einzelnen von ihnen. Allein die Betreuer, meist die gleiche Person, die darauf warteten, einem noch besseren Distrikt zugeteilt werden, auch wenn der siebente jetzt nicht sehr schlecht war, denn wir hatten schon des Öfteren Sieger der Hungerspiele hervorgebracht.
Ich zog im Badezimmer meine tatsächlich sehr verschmutzten Kleider aus und stellte mich unter die Dusche. Mich erwartete keine freudige Überraschung, denn das Wasser war eiskalt. Ich wartete ab, doch es wurde nicht besser. Da musste ich durch. Ich hielt den Atem an und stellte mich erneut unter den Strahl. Meine Familie hatte mir nichts vom warmen Wasser übergelassen. Wirklich sehr nett. Aber was wollte man in so einer großen Familie. Es musste eben jeder unter die Dusche. Oft gab es richtige Wettrennen, wer es als erstes in das Bad schaffte. Gegen meine Brüder hatte ich nie eine Chance. Nathan, mein ältester Bruder, gewann dieses Rennen meist. Er war sehr schnell und schreckte nicht vor unfairen Handlungen zurück. Nathan, mein anderer Bruder war dabei schon einmal die Stufen runter gestürzt, doch er hatte sich nicht wirklich etwas getan.
Meine Mutter hatte mir ein schwarzes Kleid hergerichtet, das lauter rote Blüten am Stoff hatte und mir bis über die Knie passte. Es war das Kleid meiner Schwester, das sie bei der letzten Ernte anhatte. Mir gefiel es schon damals sehr gut. Ich strich über den Stoff. Er fühlte sich schön weich an. Unsere schönsten Kleider waren für die Ernte und sonst trugen wir Sachen, die eher gemütlich sein mussten, denn oft verbrachten wir Stunden im Wald, oder auch in der Tischlerei.
Meine Haare ließ ich offen und fuhr mir nur ein paar Mal durch das Haar. Ich fand mich in der Tat sehr hübsch, als ich in den Spiegel sah. Ich war froh darüber, dass meine Schwester und ich die gleichen Kleidergrößen hatten, denn ich müsste trotzdem ihre Kleider anziehen. Meine Eltern konnte es sich nicht leisten, jedem von uns eigene Sachen zu kaufen. Auch meine kleine Schwester musste das Gleiche anziehen, wie wir vor ihr. Da hatte ich das Glück, dass ich nur die zweite Trägerin war. Ich bekam alles von meiner Schwester, bis hin zu den Schulsachen.
In der Küche schluckte ich schnell mein Frühstück herunter, bis wir aufbrechen mussten. Die Friedenswächter würden darauf achten, dass auch jeder bei der Ernte erschien, die vor dem Justizgebäude stattfand. Nur Menschen, die todkrank waren, hatten die Erlaubnis, daheim zu bleiben. Wir mussten zu Fuß gehen, denn ein Auto könnten wir uns nie im Leben leisten. Ich hatte nicht einmal die Möglichkeit, mich noch einmal von Puma zu verabschieden, denn meine Eltern wollten auf keinen Fall, dass wir zu spät kamen.

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