Das 53. mal in der Geschichte von Panem werden die grausamen Hungerspiele ausgetragen. Am Ende überlebt nur einer. Möge das Glück stets mit euch sein!
 
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 Haus von Adonios

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Jocelyn Ebercombie
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BeitragThema: Haus von Adonios    Sa Jul 19, 2014 10:47 pm

Befindet sich im Dorf der Sieger.

Hier lebt Adonios Zaide der Mentor des ersten Distrikts.

Aussehen:
 

Hier dürfen Freunde von Adonios posten.

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Adonios Zaide
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BeitragThema: Re: Haus von Adonios    Do Aug 14, 2014 8:45 pm

Erster Post-Tag der Ernte:

Sie ziehen ihre Leiche aus dem Fluss, tragen sie durch den Distrikt. Das Schlimme, Snow steht lachend neben diesem Ereignis. Lacht ihn aus. Da ist es wieder, das kalkweiße Gesicht, des jungen Mädchens, das nichts für ihren Tot konnte. Nur Adonios war schuld an allem.
,,Wende dich gegen das Kapitol und das Kapitol wendet sich gegen deine Liebsten.‘‘ Snows Stimme, so kalt wie eh und je. Die Trümmer des eigenen Hauses. 15 Jahre seines Lebens hatte Adonios darin verbracht. Die verkohlten Leichen. Der kleine unschuldige Junge, dessen Körper, so schwarz wie der Rest, achtlos in den Trümmern liegt.
,,SMART !‘‘ schrie Adonios und flog mit einem Satz aus dem Bett, in der Hand ein Messer haltend. Er atmete schwer und war völlig verschwitzt. Sechs Jahre war es her und jede Nacht war es derselbe Traum. Sein kleiner Bruder war erst elf Jahre alt gewesen, als er sterben musste.
Adonios raffte sich auf und nahm eine Whiskey Flasche von seiner Garderobe, schraubte sie auf und ließ einen angenehm brennenden Schluck seine Kehle runter rinnen. Er nahm das Messer, das danebenlag und drehte es ein paar Mal in seiner Hand herum. Es war unangenehm schwül im Haus. Wie auch nicht, es war Sommer. Adonios verließ den Raum und dachte nicht daran, sein verschwitztes, offenes Hemd zu wechseln. Wen würde es stören, den Staub? Die knarrenden Dielen? Es interessierte sich keine Menschenseele dafür. Er betrat sein Büro und schmiss sich in seinen schwarzen, ledernen Sessel, um erneut einen Schluck aus der Flasche zu nehmen. Zufällig entdeckte er den Kalender, der an der gegenüber liegenden Wand hing. Der wievielte war heut noch einmal? Er warf das Messer genau in die Mitte, des roten Kreuzes. Natürlich, Tag der Ernte. Er holte aus und schlug die Flasche gegen die gegenüberliegende Wand, die mit einem Krach zerschellte.
,,Jedes Jahr der gleiche Scheiß.‘‘ schrie er durch das leere Haus. Wie konnten sich die Leute aus dem Kapitol nur jedes Jahr an diesem Ereignis ergötzen. Es geschah doch niemals etwas Neues! Adonios rieb sich an der Nase und schwang sich aus dem Sessel.
,,Eine Uhr, ich brauche eine verdammte Uhr!‘‘ Er kramte in einer Schublade und entdeckte eine Armbanduhr, die für ihn keine Bedeutung hatte. Alles was er hier im Haus hatte, war neu angekauft, denn der Rest war verbrannt. Alle Erbstücke, einfach alles.
Es war zehn Uhr. In zwei Stunden hatte er am Justizplatz zu sein. Das ganze Kapitol würde zusehen, wie die neuen Opfer von Distrikt 1 ausgewählt wurden. Jedes Jahr gab es Freiwillige, was für Trotteln.
Adonios verließ den Raum und ließ die Scherben achtlos da liegen, wo sie waren. Die wöchige Putztruppe würde das schon wieder weg machen. Adonios rieb sich den Schlaf aus den Augen. Was hatte er Idiot nur geschworen?! Nüchtern bleiben, sobald die Ernte stattfand? Gab es etwas Idiotischeres? Doch so war es nun einmal. Er wollte diesen Versagern wenigstens eine kleine Chance geben. Ein, zwei Sieger hatte er ja bereits hervorgebracht, die ihn jetzt langsam anfingen zu nerven. Davor hatten ihn nur einzelne Personen gekannt, die sich kaum für ihn interessiert hatten. Das Dorf der Sieger, des ersten Distrikts, war komplett besetzt. Immer wieder wurden neue Häuser gebaut, denn Distrikt 1 brachte fast schon jährlich den Sieger hervor. Für Adonios Geschmack war es schon zu voll, außerdem hatten alle Sieger eine Störung, die sie von den Spielen davon trugen. Mit kaum einen konnte man sich normal unterhalten und kaum kam ihn jemand besuchen, war der ganze Whiskey leer. Adonios hatte schon überlegt, ein Brett vor die Türe zu nageln. Denn er wollte eigentlich keinerlei Gesellschaft haben, schon gar nicht von diesen abgehobenen Siegern, die denken, sie hätte etwas in ihrem verkorksten Leben erreicht, dabei kamen so nur mit Schäden davon. Es gab keine Gewinner, nur Überlebende. Das war der Spruch, den manche Sieger verstanden, andere wiederum nicht. Wenn er Distrikt 1 nicht blamieren wollte, war es an der Zeit sich doch duschen zu gehen. Das Zimmer hatte sieben Bäder, für welches sollte er sich nur entscheiden? Am besten dass, welches durch sein Zimmer betretbar war. Jedes Mitglied seiner Familie hätte ein eigenes Zimmer haben können. Er hatte nicht nur für sich gewonnen, auch für seine Familie. Wollte ihnen Ehre machen, ihnen mehr Vermögen bringen.
Nachdem er sich geduscht hatte, brachte er es allem ernstes sogar fertig, sich ein frisches, weißes Hemd anzuziehen, das nicht einmal Flecken hatte und auch noch die Hose, seines blauen Anzuges, der ihm vom Kapitol gesponsert wurde, wie das Meiste hier. Adonios hatte zwar nie Hunger leiden müssen, doch jetzt lebte er im vollen Überfluss, obwohl er nichts von all dem hier brauchte. Dieses Geld und all das hier, war nur dazu da, um das Volk in den Schränken zu halten. Eine kleine Hoffnung, um die Spiele interessanter zu gestalten, denn besonders erheiternd stellte sich Adonios das nicht vor, wenn sich in der Arena alle selbst ein Messer in den Hals steckten, weil nichts einen Sinn hatte. Doch eigentlich war es genauso, nichts hatte einen Sinn. Die Distrikte waren nur dafür da, um dem Kapitol Waren zu bieten und ebenso, um sie zu erheitern. Auch die Bewohner aus Distrikt 1 waren Sklaven des Kapitols, doch eigentlich viel dümmer Sklaven, denn sie bekamen es noch nicht einmal mit. Die ärmeren Distrikte hatten viel eher einen Überblick, was hier eigentlich los war. Adonios selbst musste erst in die Arena, um festzustellen, dass ihr ganzes Leben nur dem Zweck diente, dem Kapitol ein schönes Leben zu bescheren. Sein Vater und seine Mutter hatten Schmuck für das Kapitol hergestellt. Den schönsten Schmuck, doch sie bekamen nicht einmal die Hälfte davon, was er eigentlich wert war.
Jedes Jahr aufs Neue musste Adonios Glückseligkeit den Kameras vorgaukeln. Warum eigentlich? Er hatte schon alles verloren, was man nur verlieren konnte. Womöglich wollte er seinem Distrikt keine Probleme bereiten, wo sie doch wenigstens etwas besser leben konnten, als andere. Die Kinder dieses Distrikts wurden darauf vorbereitet, um in die Arena zu ziehen, auch wenn es verboten war, doch das interessierte hier keinen. Er selbst war oft für das Training zuständig. Sonst hätte sein Leben überhaupt keinen Sinn mehr, auch wenn er die Sinnhaftigkeit daran auch nicht oft sah, Opfer des Kapitols zu trainieren, die in fast allen restlichen Distrikten verhasst waren. Jedes Jahr aufs Neue wusste Adonios, dass mindestens einer seiner Tribute starb, weshalb er sich nicht einmal mehr die Mühe machte, einen von ihnen näher kennen zu lernen. Sie konnten froh sein, dass er wenigstens nüchtern genug war, um ihnen Tipps zu geben und um passable Sponsoren anzuheuern, was ihm ein leichtes war, denn die Sponsoren liebten nicht nur die Tribute aus Distrikt 1, nein, auch Adonios war ein Liebling des Kapitols, auch wenn er sich dem Präsidenten verweigert hatte. Davon bekam natürlich der Rest nichts mit.
Er ging in das Erdgeschoss und begab sich in seine riesige Küche. Sofort ging sein Griff zu einem Glas und sein zweiter schenkte erneut Whiskey ein. Er konnte es nicht lassen. Ein bisschen Zeit hatte er ja noch. Man konnte von ihm nicht erwarten, dass er die ganzen Spiele über trocken blieb. Er schmierte sich etwas Marmelade auf einen Toast und stopfte es sich fast komplett in den Mund, um danach noch zwei in den Toaster zu stopfen. Er setzte sich in das Wohnzimmer und sah sich das alljährliche Interview mit dem Spielmacher an. Es war ein neuer. Der Sohn des Ehemaligen. War genauso ein bunter Vogel, wie alle in dieser fantasieartigen Welt. Alles Verrückte, nach Adonios Meinung. Trotzdem war er gespannt, was für schreckliche Gemeinheiten er für seine Tribute vorbereitet hatte. Die, seines Vaters waren nicht die Schönsten gewesen. Sein Vater war es gewesen, der sich die mörderischen Puppen einfallen hatte lassen, als er selbst in der Arena gewesen war. Adonios sah lediglich das Ende des Interviews, denn bald würde die Ernte live übertragen werden. Auch ihn würde man sehen.
Auf einmal fing Adonios laut an zu lachen. Der größte Feind dieses Varmints war er selbst?! Er selbst?! Er konnte sich kaum einkriegen. Natürlich, vor was sollte er sich sonst fürchten? Vor seinem Spiegelbild? Er war ein Kapitoler, er brauchte sich um nichts zu sorgen, solange er die Spiele interessant gestaltete, sonst war er genauso dran, wie Menschen der Distrikte. Jedoch fielen den Spielmachern meist so grauenhafte Dinge ein, die das ganze Kapitol jubeln lassen. Sonst würden Adonios keine Feinde einfallen. Weder Hunger, noch wilde Tiere, noch Verbreche mussten sie fürchten. Sie lebten alle in einer Traumwelt und das erkannte man nicht nur an ihrer Garderobe.
Adonios schnaubte und schaltete die Projektion aus und stopfte sich den letzten Rest seines Frühstücks in den Mund. Bald musste er wieder seine besten Manieren zeigen, doch für kurze Zeit war er noch alleine und es war egal, wie er aß oder sich sonst verhielt.
Adonios wollte nicht zu spät zu den Spielen kommen, doch das Auto wollte er auch nicht verwenden, weshalb er sich schon einmal auf machte, um zum Justizplatz zu gelangen.
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